… möchte ich in diesem Leben zwar nicht mehr, obwohl ich feststellen durfte, dass es in diesem Berufsfeld tatsächlich ausreichend Menschen gibt, die ihre Aufgabe nicht nur sehr verantwortungsbewusst, korrekt und kompetent ausüben, sondern sie auch ernst nehmen. Mit solchen Menschen hatte ich in den letzten sieben Jahren ausnahmslos zu tun. Zuletzt mit Herrn T., den ich im Laufe der Zeit wirklich sehr zu schätzen lernte.
Vor ein paar Tagen nun erreichte mich noch folgendes abschließende Schreiben meines (ehemaligen) letzten Bewährungshelfers:
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Das freut mich natürlich ungemein. Somit dürfte ich vermutlich nun auch aus KURS NRW getilgt werden bzw. worden sein. Und das ist auch gut so, obwohl ich von diesem Programm im wahren alltäglichen Leben ja überhaupt nichts mitbekommen habe. Dennoch empfinde ich es als äußerst angenehm, jetzt nicht mehr auf irgendwelchen Listen zu stehen oder Objekt einer wie auch immer gearteten Überwachung zu sein.
Mitursächlich für diese positive Wendung war in erster Linie mein Therapeut, der mir den Erfolg der Therapie bescheinigte. So hatte die für die Führungsaufsicht zuständige Strafvollstreckungskammer eine Basis, auf der eine entsprechende Entscheidung in die richtige Richtung möglich wurde. Klar, eine solche therapeutische Bescheinigung ist mir natürlich kein (innerer) Freibrief. Aber Selbstüberschätzung liegt mir ohnehin nicht.
Klappe Akte zu, Affe tot – so könnte man ja nun meinen. Für die Seite der Justiz oder Verwaltung mag das zutreffen. Nicht aber für mich persönlich. Wer mich kennt, der weiß das. Ich denke auch, dass sich eine solche Akte für einen Menschen, der ein Jahrzehnt seines Lebens hinter schwedischen Gardinen verbringen musste, auf einer rein privat-persönlichen Ebene grundsätzlich nicht schließt. Niemals. Ich habe lebenslänglich.
Das ist nicht larmoyant gemeint. Nein, es ist einfach ein Fakt. Davor sollte man als Otto Normalverbraucher nicht die Augen verschließen. Die Auswirkungen meiner Straftaten auf mein (weiteres) Leben werden bestehen bleiben. Und zwar völlig zu Recht, wie ich nun mal meine. Warum auch sollte es mir anders ergehen als meinen damaligen zwei Opfern? Sie leiden ebenfalls lebenslänglich an den Nachwirkungen des Geschehenen.
Natürlich setze ich die Knastgeschichten fort. Keine Bange. Immerhin habe ich schon noch die eine oder andere Anekdote aus meiner Haftzeit in petto. Und dieser Blog ist mir im Laufe der Zeit richtiggehend ans Herz gewachsen.
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